2. Baldeneysteig Ultra war noch besser

Davon war nicht unbedingt auszugehen. Nach dem fulminanten Start des Baldeneysteig Ultras im letzten Jahr setzten die Veranstalter noch einen drauf. Fand die Veranstaltung 2018 bei eisigen Temperaturen noch im Zelt statt, bekam sie in diesem Jahr ein festes Dach über den Kopf. Ein großer Dank geht deshalb an den Kanu Klub Zugvogel e.V. , der sein kleines, aber feines Vereinsheim für dem Ultralauf zur Verfügung stellte. Die Räumlichkeiten waren für etwa 70 StarterInnen mehr als ausreichend. So gab es jetzt neben Toiletten auch noch heiße Duschen, die dankbar angenommen wurden. Darum wurde eine Verlängerung um etwa einem Kilometer pro Runde gerne in Kauf genommen. So ergab sich in diesem Jahr eine Gesamtlänge der Strecke von 54 Kilometern und etwa 1350 Höhenmeter.

Das Startgeld von 5 Euro erhöhte sich aber trotz dieser gravierenden Verbesserung gegenüber dem Vorjahr nicht. Minus machte sowieso keiner der Teilnehmer, denn im ordentlich gefüllten Starterbeutel befand sich zusätzlich noch ein Tombola Preis. So war schon vor dem Start jeder ein Gewinner. Auch gab es in diesem Jahr, dank der großen Nachfrage, mehr Startplätze, aber um den privaten Charakter zu bewahren, wurden sie gering gehalten.
Viele Starter aus der ersten Ausgabe waren auch jetzt wieder dabei. Der Wettlauf um die wenigen Restplätze war dann schnell beendet. Nach wenigen Stunden waren auch die zusätzlichen Plätze vergriffen. Die Veranstalter meldeten : AUSGBUCHT ! Auch die Warteliste wurde später geschlossen.

Die Verpflegung war wieder sehr gut, dafür sorgten StarterInnen oder Freunde des Laufs mit vielen Spenden. So konnte wieder auf ein riesiges Kuchenbuffet zurückgegriffen werden. Da man auch genügend Sponsoren und freiwillige Helfer hatte, denkt man, mit diesem geringen Startgeld auszukommen. Gerade die Helfer, die alles gaben und mit viel Herz bei der Sache waren, war das Rückrad des Ultralaufs. Auf der 27 Kilometer Runde mit über 650 Höhenmetern gab es neben dem VP am Start noch einen weiteren auf etwa der Hälfte des Weges am Stauwehr des Baldeneysees. Ein besonders Dank geht an die Helfer hier. Bei Temperaturen von Minus einem Grad am Morgen und höchstens 5 Grad am Mittag harrten diese teilweise den ganzen Tag ohne eine Möglichkeit sich aufzuwärmen, im Zelt aus. Auf ihre Stimmung wirkte sich das aber nicht negativ aus. Sie waren immer freundlich hilfsbereit und ,wenn nötig , motivierend. Das war vielleicht die größte sportliche Leistung.

Der Star des Laufs ist aber sicherlich die Strecke. Der Baldeneysteig ist auch weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt geworden. Besonders bei Wanderern ist er sehr beliebt und wird viel genutzt. Gab es im letzten Jahr noch Probleme mit Wegweisern, die von irgendwelchen Idioten entfernt oder übermalt waren, war der Steig jetzt ziemlich gut markiert. Darum konnte man beim Veranstalter auch weitgehend auf zusätzliche Markierungen verzichten. Der Baldeneysteig zeigte sich von seiner besten Seite. Zum Start um 9 Uhr war der Baldeneysee bei leichtem Frost in Nebel gehüllt, dieser löste sich nach und nach auf. Jetzt zeigte der Steig sein wunderschönes, herbstliche Gesicht. Die Wälder erstrahlten in eine Feuerwerk der Farben in rot, gelb ,braun und Resten von grün und ließen viele Läufer staunend für einige Momente inne halten. Immer wieder wurden Fotos gemacht. Die geringen Temperaturen hatten durchaus auch etwas Gutes. Auf dem sonst stark genutzten Wanderweg war es zum Teil recht einsam, was aber auch seinen besonderen Reiz ausmacht.

Der TC Kray 1892 e.V. war mit 2 Männern am Start. Während Ralf Schuster schon bei der Premiere dabei war, startete Rafael Rodriguez Baena zum ersten Mal beim Baldenessteig Ultra. Beide machten ein starkes Rennen. Die ersten Kilometer liefen sie gemeinsam. Dann setzte sich Rafael schnell nach vorne ab. Ab jetzt lief er gleichmäßig schnell und machte Platz um Platz gut. Seine Aufholjagd endete in tollen 5:16:39 Std. auf einen guten 5. Gesamtplatz. In der M50 siegte er sogar.

Ralf lief in Runde eins die meiste Zeit mit Britta Hübner (LC Duisburg), die dann ihren Lauf beendete. Die letzte Runde war er dann alleine unterwegs. Davon ließ er sich auf seiner „Heimstrecke“ aber nicht mehr aus der Ruhe bringen. Mit gleichmäßigen Tempo beendete er den Lauf in guten 6:14:53 Std. Das war Platz 14 bei den Männern und der Sieg in der M55.

Nach einer heißen Dusche, Kaffee und Kuchen machten sich die Krayer auf ihre kurze Heimreise. Vorher dankten sie aber noch den Helfern sowie der Veranstalterinnen. Jetzt hoffen die Krayer, das es im nächsten Jahr eine 3. Ausgabe des Baldeneysteig Ultras geben wird. Eigentlich muss es so sein. Denn wie heißt es so schön ? ALLE GUTEN DINGE SIND DREI !

 

Bericht: Ralf Schuster

Foto: Unbekannt

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