25. Rhein-Herne-Kanal Marathon konnte begeistern
Ein ganz besonderes Ereignis wurde am Sonntag am Rhein-Herne- Kanal gefeiert. Auf dem Parkplatz beim Freibad Hesse in Dellwig fiel der Startschuss zum 25. RHK Marathon. Das ist eine ganz besondere Erfolgsgeschichte.
Am 12.07.2020 schicke Michael Scheele vom Tusem Essen 26 Starter zum ersten Mal auf die 7,1Kilometer Runde zwischen Essen und Oberhausen. Corona hatte riesige Löcher in den Laufkalender gerissen. Michael wollte als Ersatz allen Sportbegeisterten die Möglichkeit geben, weiter in Bewegung zu bleiben, und schon war der Rhein-Herne-Kanal Marathon geboren. Am Grundkonzept hat sich seitdem nicht viel geändert. Ob schnell oder langsam, Kurzstreckler oder Ultraläufer, Walker oder Läufer. Alle sollten hier ihre Heimat finden.
Von Anfang an wurden Strecken von 7,1 bis 50 Kilo Kilometer angeboten. Was sich bis heute daraus entwickelte, war damals noch nicht abzusehen.
Die Veranstaltung wuchs sehr schnell und fand schnell neue Freunde. Besonders begehrt sind nach wie vor die Medaillen, die es für jeden Starter gibt. Diese haben mittlerweile schon Kultstatus erreicht. Der Lauf für Selbstversorger wurde gerade in der Ultraszene immer beliebter. Schon bald musste Michael schweren Herzens die Teilnehmerzahl begrenzen. Dafür gab es aber immer wieder besondere Aktion, um die Veranstaltung interessant zu halten. Besonders der Sommernachtslauf mit Start in der Nacht fand viele Freunde. Auch eine neue Strecke von 71 Kilometern wurde gut angenommen. Erstmals ein Finisher über 100 Kilometer war die logische Folge.
Nun zum 25. Jubiläum gab es natürlich eine neue Aktion unter dem Namen Experiment 250. Es ging darum, von Freitagmittag an 250 Kilometer nonstop mit dem Ziel Sonntag um 12:00 Uhr zu finishen. Das es am Ende für Chris von Minden nicht gereicht hat, ist geschenkt. Am Ende standen 100 Meilen zu Buche. Respekt!
Am 12.April ging es dann um 4 Uhr offiziell los. Jetzt gingen die Ultraläufer unter den Augen der Lokalpresse auf die Strecke. In der Nacht hatte es nochmal so richtig geschüttet. Ab jetzt blieb es bis zum Ende komplett trocken. Bis auf die letzten 50 Meter hatte der Rundkurs den Regen gut verkraftet. Hier war jetzt aber Schlammtreten angesagt. So richtig traurig darüber war bei angenehmen Temperaturen aber niemand. Ein Kuriosum gibt es aber noch zu vermelden. Zum ersten Mal in der Geschichte des RHK Marathon konnte nicht die Original Runde gelaufen werden. Was sich nach einem Makel anhörte, war aber am Ende keiner. Auf der neuen Runde waren dann die ersten 1,8 Kilometer gleichzeitig die letzten. Dadurch kam es zusätzlich zu vielen schönen Begegnungen im Feld.
Unter den120 Finishern waren am Ende auch 9 Starter von uns dabei. Das ist ein neuer Rekord. Die Krayer belegten außer den 7,1 Kilometern, alle Strecken.
Ralf Schuster lief die 71 Kilometer in guten 09:57:57 Std.
Birgit Jahn brachte es auf 50 Kilometer in 6:49:54 Std. und holte sich Platz 1.
Wibke Harnischmacher wurde in 06:37:05 Std. 3. beim Marathon. Es war ihr 93. Ultra/Marathon.
28,1 Kilometer lief Jerome Chialo beim Zweidrittel-Marathon in 03:50:06 Std. und wurde Erster.
Franz Görmann wurde beim Halbmarathon in 01:56:08 Std. guter Dritter.
Beim Drittelmarathon der Männer lief Jochen Koberg in 01:17:49 Std. auf Rang 2.
Bei den 14,2 Kilometer der Frauen kamen Barbara Sult (1:31:14 Std.),
Friederike Dudziak (1:32:29 Std.) und
Dorothea Jansen (1:34:09 Std.) auf die Plätze 1,2 und 4.
So ging dann am frühen Nachmittag eine rundum gelungene Veranstaltung zu Ende. Besser hätte das Jubiläum nicht verlaufen können. Am Ende verteilte Michael Scheele noch seine tollen Medaillen. Zur Erinnerung legte er noch als Erinnerung eine Tasse als Andenken obendrauf. Auch das eine oder andere Bierchen wurde noch getrunken und einige Laufgeschichten erzählt. Dann war dieser wunderbare Lauftag leider vorbei.
Ein besonderer Dank geht nochmal an Michael und seine Helfer. Was hätten wir nur die letzten Jahre ohne euch getan? Macht bitte weiter so. Ich möchte noch oft bei euch laufen. Schön, dass es euch gibt.
Bericht: Ralf Schuster
Foto: Barbara Sult und Jerome Chialo



