Deutsche Meisterschaft über 100 Kilometer bei besten Bedingungen

In diesem Jahr wurde die deutsche Meisterschaft nach Rheine vergeben Mit Christian Pflüger hatte ein erfahrener Veranstalter den Lauf nach Rheine geholt. Mitverantwortlich war Michael Irrgang von der LG Ultralauf. Beide leisteten mit ihren Teams gute Arbeit.
Mit seinem 6 Stundenlauf Münster ist Pflügler seit Jahren erfolgreich und jüngst zum größten 6 Stundenlauf überhaupt aufgestiegen. Seine guten Kontakte zur Bundeswehr waren auch in diesem Jahr hilfreich. Austragungsort war die Theodor- Blank- Kaserne in Rheine .Hier fand man beste Bedingungen vor. Viele Starter fanden hier Unterkunft und wurden bestens versorgt. Ein besonders plus ist auch noch der viele Platz, der hier zur Verfügung steht. Ein Parkplatzproblem gab es hier nicht und durch das Kasernengelände und über das Flugfeld führte die absolut fache und asphaltierte 5 Kilometer Runde. Die 2 Verpflegungspunkte in 2 riesigen Hallen schützten nicht nur die Läufer sondern auch die Zuschauer besonders vor den starken Wind. Der war morgens noch nicht vorhanden ,frischte aber im Laufe des Tages auf und nervte das Läuferfeld . Regen gab es zum Glück nur wenig.
Zum Start um 6 Uhr war es noch dunkel, als sich etwa 200 StarterInnen auf den Weg machten. In der ersten Stunde sorgt die Flugfeldbeleuchtung und viele Knicklichter für Sicherheit und eine tolle Stimmung. Um 10 Uhr kamen dann noch mal etwa 400 Teilnehmer dazu. Das wurde von vielen 100 Kilometerläufern ausdrücklich gelobt. Es belebte die Strecke und es wurden immer wieder neue Laufgemeinschaften gebildet.

Nele Baerens-Alder gewinnt überlegen

Sportlich gab es bei den Frauen nichts neues.Wie schon im letzten Jahr lief Nele Baerens-Alder (Ultra Sport Club Marburg) ihr eigenes Rennen. Die Ultrasportlerin des Jahres 2017 setzt sich gleich von ihren Konkurrentinnen ab und lief wieder wie ein Uhrwerk. Mit 7:33:14 Std. wurde sie erneut Deutsche Meisterin und sogar Dritte im Gesamteinlauf. Susanne Kraus (PSV Grün-Weiß Kassel) lief mit 7:59:11 knapp unter 8 Stunden und holte sich verdient Silber. Den Dritten Platz holte Anke Libuda in 8:43.37 Std. (BSG Springorum Bochum) ins Ruhrgebiet.
Bei den Männern war es bis zum Ende deutlich spannender. Alexander Dautel (LG Nord Berlin Ultrateam) musste für seinen Titel alles geben und bis ins Ziel Kämpfen. 7:01.04 Std. reichen dann für den Sieg. Gerrit Wegener (Die Laufpartner) hatte bis zum Ende dagegen gehalten und alles versucht. Völlig entkräftet wurde es für ihn dann mit 7:03:56 Std. ein großartiger 2. Rang. Über Bronze konnte sich Christoph Lux (TG Viktoria Augsburg) in 7:33:16 Std. freuen.

TC Kray Ultrateam mit 3 Startern dabei.

Der TC Kray 1892 e.V. ging in Rheine gleich mit 3 LäuferInnen ins Rennen und konnte durchaus überzeugen.
Erwartungsgemäß schnellster Krayer war Rafael Rodriguez Baena. Er war hier Angetreten , um seine Zeit vom letzten Jahr aus Berlin zu steigern. Das gelang ihm ganz knapp .Er konnte sich um etwa eine Minute steigern. Nach gutem Start konnte er an Ende sein Tempo nicht ganz halten. In den Ergebnislisten liest sich seine Zeit von 8:05:16 Std. aber sehr gut. Er überzeugte mit einem 11. Platz bei den Männern . In der Altersklasse lief er wieder auf das Podest. Er wurde wieder Deutscher Vizemeister in der M45 und war damit auch sehr Zufrieden !
Auch für Birgit Jahn lief es ausgezeichnet. Sie ging optimistisch an und war bis Kilometer 50 alleine unterwegs. Ab 12 Uhr bildete sie mit Biggi Schmalz eine Laufgemeinschaft, die beim 6 Stundenlauf startete. Das zahlte sich für Beide aus. Biggi lief mit 45 Kilometern einen Ultramarathon, während für Birgit im Ziel bei ihrem erst zweiten 100er eine neue Bestzeit zu Buche steht. Mit 12:09:54 Std. lief sie über eine Stunde schneller als bei ihrem ersten 100er. Außerdem holte sie Platz 5 in der W45. Sie konnte es im Ziel kaum fassen ,das war viel besser als erwartet.
Ralf Schuster erwischt leider einen gebrauchten Tag. Nach sehr guten Start bis Kilometer 50 mit einer Zeit unter 5 Stunden ging plötzlich nichts mehr. Jetzt wurde es richtig hart ,Aufgeben war aber keine Option. Angefeuert von den zahlreichen Krayern vom Lauftreff durchlebte er einige weitere Tiefs , um dann nach 11:07:30 Std. doch noch glücklich das Ziel als 12. der M55 zu erreichen. Hier feierte das Krayer Trio dann noch mit Freunden, Familie und Vereinskameraden.

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