Hitzeschlacht beim Hollenlauf 2017

Jetzt ist der Hollenlauf wieder komplett. 2015 hatte man die Laufstrecken ganz aus dem Programm genommen. Jetzt waren die Wanderer ganz unter sich. Im letzten Jahr kamen dann wieder die Laufstrecken über 111 Kilometer (2258 Höhenmeter) und 75 Kilometer (1710 Höhenmeter) mit dazu. Ab 2017 geht es in Bödefeld auch wieder über die kürzeren Distanzen von 42 , 21 und 14 Kilometer. Dass wurde von besonders vielen Läufern, insbesondere auch Jugendliche ,gerne angenommen. Der Großteil der Teilnehmer wandert aber weiterhin die Strecken. Besonders beliebt ist die Strecke über 101 Kilometer. Hier waren über 200 Wanderer angemeldet. Besonders reizvoll ist hier,das am Freitag um 19 Uhr gestartet wird und die Wanderer die Nacht über unterwegs sind. Im Laufe des Samstags kommen sie dann nach und nach im Ziel an. Unterwegs trifft man auf die gestarteten Läufer die den Wanderern entgegen kommen. Man feuert sich gegenseitig an und zollt sich Respekt. Und genau so soll es sein.

TC Kray mit 4 Startern dabei

Das war auch am Samstag wieder so. Der TC Kray 1892 e.V. war mit 4 LäuferInnen ins Sauerland gereist und stellte sich der großen Herausforderung. Ein Trio ging über die 75 Kilometer an den Start. Für Claudia Steeg sollte es der Marathon mit stattlichen 1200 Höhenmetern sein. Aber zuerst wurde es für Birgit Jahn, Anika Becker und Ralf Schuster ernst. Der Startschuss für sie fiel bereits um 6 Uhr morgens bei kühlen 12 Grad. Im Nachhinein war das sogar ein großer Vorteil. Denn der Tag sollte Temperaturen nahe 30 Grad bringen. Die Drei waren also gewarnt und gingen das Rennen bewusst langsam an. Denn nach nur 1,5 Kilometern geht es sofort mit einer knackigen Steigung los. Die Taktik war, bergauf gehen und Bergab laufen. Das wurde auch konsequent bis ins Ziel durchgezogen. An der Verpflegungspunkten nahmen sie sich viel Zeit, um zusätzlich Flüssigkeit zu tanken. Für die Strecken zwischen den Vps verpflegte man sich aus dem Rucksack. Bis Kilometer 30 ging es überwiegend durch Wald. Hier war es noch recht kühl und die steilen Steigungen, unter anderen musste eine Skipiste erklommen werden, taten nicht ganz so weh. Ab hier änderte sich das dann. Das Gelände wurde offener und die Hitze schlug gegen Mittag richtig zu. Jetzt half man sich im Team und kämpfte sich durch die große Wärme. Nachdem man dann den Kahlen Asten überquert hatte, erreichte man den Wendepunkt der bei etwa 50 Kilometer lag. Hier waren zwei Drittel der Strecke geschafft . Nun ging es zurück zum Ziel. Die Bedingungen wurden aber immer schwieriger. In der prallen Sonne zeigte das Thermometer über 30 Grad. Jetzt wurde es richtig hart für die Krayer. Die Gehpausen wurden länger , aber man ließ nicht nach. Trotzdem wurden noch einige Plätze im Ergebnis gut gemacht. Viele hatten über ihre Verhältnisse gelebt nun zahlten nun dafür. Auch die Krayer mussten nun an ihre Reserven gehen. Es lief dann auch ganz ordentlich bis Kilometer 67. Hier kam der letzte Anstieg ,der ihnen nochmal alles abverlangte. Für die 3 Kilometer brauchte man dann auch eine halbe Stunde. Aber ab dem letzten VP bei Kilometer 70 ging es dann nur noch bergab bis ins Ziel. Über den letzten Hügel in Bödefeld lief das Trio dann locker und war wenige Meter weiter dann ins Ziel. Völlig kaputt aber glücklich fielen sie sich in die Arme. Das war wieder eine Teamleistung, wie man sie von den Krayern kennt. Und mit guten 10:59:29 Std. erreichten sie die angepeilten 11 Stunden . Alle wurden 2. in ihren Altersklassen. Auch Claudia Steeg wartete schon. Sie war zum Marathon um 9 Uhr gestartet und musste sich durch die Hitze kämpfen. Aber auch sie wollte nicht alleine laufen. Darum hatte sie sich mir Carsten Böckmann verabredet, um die Strecke gemeinsam zu meistern. Eine Zeit unter 6 Stunden sollte es für sie schon sein. Auch ihre Gemeinschaft funktionierte ausgezeichnet. Das angestrebte Ziel wurde sicher erreicht. Im Ziel freuten sie sich über tolle 5:54:12 Std. Für die abendliche Hollenparty waren die Krayer dann aber doch zu müde. Sie trafen sich aber noch zum gemeinschaftlichen Abendessen . Natürlich wurde auch noch etwas gefeiert. Und im nächsten Jahr will man die tollen Strecken in Bödefeld wieder unter die Füße nehmen . Dafür hat man sich schon fest verabredet.

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